Freitag, 21. August 2026

Italien Teil 4 - Rocca Ripesena und Todi/ Italy part 4 - Rocca Ripesena and Todi

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Hallo und herzlich Willkommen meine Lieben,
A warm welcome my lovelies.
 
 

 Ich bin also nach unserer Turmbesteigung noch weiter mit dem e-Bike gefahren, als die Liebste wegen der Hitze lieber ins Agriturismo zurückgefahren ist. Ich wollte den gegenüberliegenden Hügel, auf dem sich auch ein Dorf befindet, entdecken und nahm den asphaltierten Weg dorthin. Ohne Stromunterstützung wäre es auch mir zu heiß und anstrengend geworden. Aber ich wollte da rauf. Und genoß dabei wieder mal die tolle Aussicht.
Da geht´s rauf.
Am Ortseigang steht auf dem Schild: IL PAESE DELLE ROSE - Das Dorf der Rosen. Und wirklich, wenn man den Weg hinauf auf den Felsen - das ist das Rocca im Namen - geht, sieht man links und rechts unzählige Rosen und Schildchen, die auf die verschiedenen Arten hinweisen. Nur - da waren wir zu spät dran. Die meisten Rosen sind schon verblüht bis auf die weißen. Es muß ein prachtvoller Anblick sein.

Das Dörfchen liegt einmalig. Wenn man ganz oben am Felsen angekommen ist, betritt man dieses schattige Wäldchen, das zu einem Aussichtsplatz führt.
Sieht man auch wieder nach Orvieto hinüber.
Am Bild unten gegenüber sieht man unser Agriturimo gerade nicht, aber ein paar Felder davon. Ich bin noch ein bisschen ins Dorf spaziert und wunderte mich, daß am Parkplatz und an der Straße für die Kleinheit des Dorfes sehr viele Autos geparkt waren. Als ich zur Kirche kam, wußte ich warum. Es fand eine Hochzeit statt.
Am Vorplatz der Kirche fand ich diese aufgestellten Figuren.
Die Hochzeitsgäste waren wohl alle in der Kirche...oder abseits eine rauchen.
Dann reichte es mir auch, ich fuhr wieder zurück und sprang in den Pool. Da ich der Liebsten von diesem Ort vorschwärmte, wollte sie auch noch dorthin. Es war unser letzter Tag hier in Sugano und wir hatten nochmals im Agriturismus das Abendessen reserviert. Aber vorher noch ...und diesmal mit dem Auto für ein paar Abendlichtfotos nach Rocca Ripesena.
Das liegt übrigens hier:
Das italienische Restaurant, das wir tags zuvor besucht hatten liegt blau eingezeichnet in Tamburino.
Im Spätnachmittag/abendlicht sind die Farben immer etwas intensiver als zu Mittag.
Leider nur mehr die weißen blühenden Rosen....
Auf der Spitze des Hügels beim Wäldchen entdeckten wir noch diese Höhle.
Den kleinen See, den man im rechten Bild sieht, haben wir nicht mehr besucht.
Ein wirklich malerischer kleiner Ort, die Hochzeitsgesellschaft hatte sich inzwichen auch schon längst aufgelöst.

Vor dem Abendessen hatten wir schon einiges unserer Sachen gepackt, damit es am nächsten Tag nicht zu spät losgehen konnte. Das Essen war wieder köstlich auf der Terrasse an einem erneut sehr lauen Abend.

Die Katzen schauten interessiert zu.

Es waren wunderbare Tage hier in diesem Agriturismo. Selten war ich von einer Unterkunft vom ersten Augenblick an angetan. Und die Landschaft rundherum mit Orvieto tat ihr übriges für ein wunderbares Urlaubsgefühl. Etwas wehmütig traten wir am nächsten Tag die Weiterreise an. Das Ziel war Bellaria bei Rimini an der Adriaküste. Wir hatten einen Abstecher nach Perugia, das auf dem Weg lag, geplant....aber es kam anders.


 
Addio schöner Platz. Wir waren zeitmässig gut im Plan und fuhren gemütlich die Bundesstraßen. Zuerst am schönen Corbarastausee vorbei. Dann tauchte nach ca. 40 km auf einem Hügel diese Stadt auf. (Bild ist aus dem Netz kopiert)
Kurzer Blick auf die Karte am Handy...das war oder ist Todi. Wir änderten unseren Plan und fuhren von der Strade Statale ab und auf den Hügel hinauf. Und es hat sich wahrlich gelohnt. Eine nette alte Stadt mit viel Kultur. Die Stadt ist sehr alt und geht auf das 8. Jhd v. Chr. zurück. Ca. 15.000 Einwohner leben dort. Näheres hier im Wikilink. Die Info gibt´s auch auf Englisch.

Beim Parkplatz führt eine kostenlose Standseilbahn hinauf auf die Stadt.


 

Wir stellten im Laufe des Besuches fest...Todi hätte sich einen längeren Aufenthalt verdient. Bei der Bergstation empfing uns ein Markt mit netten Verkaufsständen.

Ähnlich wie Orvieto auch auf einem Hügel errichtet ist die Aussicht auf die und von der Stadt sehr beeindruckend.
Aufstiegshilfen gibt es einige.
Schöne Innenhöfe und originelle Aufbauten....und einige Kirchen, hier kamen wir bei San Fortunato vorbei, die im 13. Jhd. erbaut wurde. 
Innen mit zahlreichen Fresken, die noch teilweise im Originalzustand  verblieben sind.

In der Krypta das Grab Jacopone da Todi.

Diese Kirche hat natürlich auch einen Turm. Den Campanile, den man gegen geringes Entgelt auch besteigen kann. Es war zwar heiß, aber da mußten wir dennoch hinauf. 

Das Geläut war zum Glück nicht in Betrieb als wir dort ankamen. Dafür lag der Taubendreck teilweise zentimeterdick....
Und die Aussicht....wieder grandios.

Am Platz neben der Kirche steht dieser Turm, von dem ich leider keine näheren Informationen finden konnte. Besteigen kann man ihn auch nicht. 

Dann kam das nächste Highlight auf uns zu. Schon vom Campanile aus hörten wir immer wieder Musik.

Wieder auf der Straße angekommen, hörten wir auch einem Innenhof Akkordeonmusik. Da musste ich hineinschauen.

Es stellte sich heraus, daß in Todi gerade das Festa Della Musice - La Voce dei Luoghi stattfand.
An verschiedenen Plätzen und Spielorten wurde Musik und Gesang dargeboten. Schon gerade deshalb wäre ein längerer Aufenthalt willkommen gewesen. Aber zumindest bekamen wir ein bisschen mit. Eine Gesangsstimme weckte unsere Aufmerksamkeit als wir eine Erfrischung in einem schattigen Café am Piazza del Popolo genossen, die aufgrund der Temperaturen dringend notwendig war.


Eine schöne alte Stadt mit sicher noch mehr tollen Plätzen. Aber die Temperatur stieg ständig, und wir hatten auch noch eine größere Fahrstrecke vor uns. Ganz so heiß wie auf der Temperaturanzeige dürfte es aber doch nicht gewesen sein.
Mit der Standseilbahn wieder zum Parkplatz....und weiter ging die Reise.
Auf der Fahrt kamen wir seit langem wieder etwas Feuchtigkeit von oben. Der Gewittersturm war allerdings nicht von allzu langer Dauer. In Bellaria begrüßte uns wieder ein sonnendurchfluteter Himmel. Und die alte Villa Furia.

Leider war das uns zugewiesene Zimmer viel zu klein...aber gleich am nächsten Tag bekamen wir im obersten Stock ein größeres mit herrlichem Balkon und direktem Meerblick. Davon aber in den nächsten Beiträgen.

Ich freue mich über jeden Besuch und Kommentar. Bleibt mir gewogen. Bis zum nächsten Mal.

Alles Liebe

Violetta

Verlinke ich wieder:

 


 

Donnerstag, 13. August 2026

Italien Teil 3 - Geheime Orte und der Turm/ Italy Part 3 -Secret Places and the Tower

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 Ein herzliches Willkommen meine Lieben,
A warm wellcome my lovelies,
 
Auch hier in Umbrien erlebten wir eine Hitzewelle. Und dazu ein wunderbar stabiles Wetter ohne Gewitter. Um der Hitze etwas zu entgehen, legten wir unser Ausflüge in den Vormittag. Das hieß, gegenüber unseren sonstigen Gewohnheiten, früher aufzustehen. Das gelang auch meistens.
Und wir schauen uns auch gerne nach Orten um, die noch nicht ganz vom Massentourismus erobert sind. Da hilft immer ein Blick ins Internet und das Stöbern. Das macht die Liebste ganz gerne. Und so haben wir auch die Ziele ganz in unserer Nähe für diesen Tag gefunden. 
Nach der Officine Netti wollten wir zuerst Ausschau halten. Das ist ein altes Kraftwerk an einem Bach, das 1895 errichtet wurde und mit dessen Stromerzeugung zuerst das Theater in Orvieto beleuchtet wurde. Bis zum Zweiten Weltkrieg wurde dort Strom erzeugt. Seither liegt es brach und ist den Launen der Natur ausgeliefert. Und liegt nicht sehr zugänglich im Wald. Das klang vielversprechend. Da das Rad der Liebsten wieder einsatzfähig war, fuhren wir nach dem Frühstück los, um diesen Platz zu suchen. Genaue Wegbeschreibung gibt´s nicht, also mussten wir auf dem Fahrweg immer mal anhalten und nach einem Zugang suchen.
Rot markiert ist unser Ausgangspunkt.
Dieser Platz schien ein Zugang zu sein. War es dann aber nicht. Und diese Höhle dient als Lagerstelle für leere Wasserflaschen.
Etwas weiter entdeckte ich einen Pfad, der vielvesprechend war. 

Und als ich dieses Markierungszeichen sah, war ich mir fast sicher, daß es der richtige Weg war.

Ja, das war es. Und kein Mensch da. Sehr schön, Total mystisch diese überwucherte Ruine mit den alten Turbinen.
Dieser Bach hat die Turbinen angetrieben. Ich habe bei Wikipedia einen Eintrag gefunden. Allerdings in Italienisch. Hier derLink.

 
Wir waren von diesem alten Kraftwerk fasziniert...und haben es ausführlich abgelichtet.

Die Decke im Hinterraum absolut einsturzgefährdet.

Hier sieht man wieder: Nichts ist von ewiger Dauer. Die Natur holt sich ihren Raum immer wieder zurück.
Es war auch angenehm kühl in dies Busch- und Baumwerk. 

Wir hatten auf unserer Fahrt hierher einen Bus mit  französichem Kennzeichen gesehen. Als wir den Weg zu unserern Fahrrädern zurückgingen, kam uns das Paar, bewaffnet mit Kameras und Stativen, entgegen. Die hatten wohl auch von diesem geheimnisvollen Ort gelesen. 

Nun galt es auch noch, das zweite Ziel zu finden. Den Lago di Sugano. Infos und Fotos, die man im Netz finden konnte, gaben unterschiedliche Infos. Vom netten Badesee bis zu einem Platz, der es nicht wert sei, besucht zu werden. Aber unsere Neugier war geweckt...und es fehlte wieder eine Wegbeschreibung. Nur Bilder von Google Earth und Maps.

Auch dieser Platz war nicht einfach zu finden. Als wir endlich den See zwischen Bäumen erkennen konnten, war alles mit einem Zaun abgesperrt. Wir nahmen dann die andere Richtung und ich fand wieder einen Pfad, der dann auch ans Seeufer führte.
In der Senke hinter diesem Weinberg liegt der Lago di Sugano.

Es stellte sich schnell heraus, daß er wirklich als Badesee nicht geeignet ist.
Nett gelegen, aber keine Liegemöglichkeit und das Wasser auch nicht gerade einladend. Der größte Teil des Ufers scheint Privatbesitz zu sein. 

Der Liebsten war es dann zu warm, und sie fuhr ins Quartier zurück. Ich war noch entdeckungslustig und außerdem noch nicht erschöpft und erkundete die Gegend weiter. Dieses Baum-Lianengebilde beeindruckte mich.
 

Etwas weiter erweckte ein Schrei meine Aufmerksamkeit. Ein Raubvogel, war es ein Adler, ich bin kein Vogelexperte zog ober mir seine Kreise.

Als ich den Fahrweg weiter folgte, kam ich an die Ausfahrt zur Landstraße, die auch zum Lago di Bolsena führt. Ich erinnerte mich, daß wir etwas weiter durch eine schöne Allee fuhren, und wollte dorthin. Zum Glück hatte ich ein e-Bike, denn es ging einige Zeit bergauf. Da machte sich die Hitze schon etwas bemerkbar. Ein schöner Blick wieder auf Orvieto bis ich nach einigen Kilometern, die sich länger als mit dem Auto anfühlten, die Allee zu sehen war.

Ich glaube es sind Pinien - ohne Garantie auf Richtigkeit. Hier meine Strecke:

 

Zurück wieder über Sugano und den Weg am geheimnisvollen Anwesen vorbei.

Sehr geheimnisvoll, denn dieses Anwesen ist nirgends in den Karten verzeichnet und auch nicht in der Internetsuche erscheinend. Aber da es einen Pool hat, muß es doch genutzt werden. Die Hitze war inzwischen bei weit über 30 Grad angekommen - genauer: es waren 35. Da tat eine Erholung am Pool gut.
Für Abends hatten wir in einem typischen italienischen Restaurant in der Nähe reserviert. Vorher wollte meine Liebste allerdings, inspiriert von meinen Fotos, auch noch zu der Allee hinfahren. 
Schöne Stimmung im Abendlicht auf dem Weg dorthin.

 


Der Anblick Orvietos von der Restaurantterrasse...zum wirklich vorzüglichem Essen auch eine tolle Aussicht. Das Restaurant ist offenbar sehr beliebt, denn bald waren fast alle Tische besetzt. Daß die Bierflasche in einem Kübel mit Eis gekühlt wird, habe ich noch nicht erlebt.

Ein Vorspeisenteller mit einigen Köstlichkeiten....

...und für mich dann hausgemachte Nudeln mit Kanninchenragout....mmmmhhhh.

Am nächsten Morgen- wie immer zeitig- holten wir dann den Ausflug mit den e-Bikes nach Orvieto nach. Denn auf den Torre del Moro wollte ich unbedingt hinauf. Der macht um 10h auf...wir waren die ersten Besucher.

Und, da wir etwas vor der Öffnungszeit da waren vorher ein Blick in den Innenhof. Künstlerisch gestaltet.
Für Kunst und Kultur haben sie hier überhaupt viel übrig. Auf einem Plakat,ebenfalls im Innenhof fand ich den Hinweis auf das Jazzfestival, das leider schon im Winter stattgefunden hat.


Endlich öffneten sich die Pforten....und das Stiegensteigen begann. Man kann wählen - alle ca. 250 Stufen per pedes oder mit dem Lift in den ersten Stock....und nur noch 170. Wir wählten die zweite Variante.
 

Das rechts ist der Blick auf die Turmuhr .


 Endlich geschafft. Und so sieht man den Torre normalerweise nicht. Ich habe dieses Bild aus dem Internet kopiert.
Ein wunderbarer Ausblick auf die Stadt und die Umgebung. Wir waren einiges Zeit alleine auf der Aussichtsplattform ganz oben....der Turm ist 47 Meter hoch und steht seit dem 13. Jahrhundert.


Oben der Palazzo del Popolo und unten der Dom zu Orvieto...einfach toll.


Die knapp 4 Euro Eintritt sind jeden Cent wert.


 Es gesellten sich dann immer mehr Besucher dazu. Wir hatten die beste ungestörte Aussicht schon genossen und stiegen wieder hinunter.
Auch diesmal war es der Liebsten zu heiß für weitere Aktivitäten. Ich machte noch eine Runde mit dem e-Bike, um auch den anderen, unserem Agriturismo gegenüberliegenden Hügel zu entdecken. Doch das ist dann eine Geschichte für den nächsten Beitrag.
Ich hoffe, es hat Euch gefallen, und Ihr seid beim nächsten Beitrag wieder mit dabei.

Ich freue mich über jeden Besuch und Kommentar. Bleibt mir gewogen. Bis zum nächsten Mal. 

Alles Liebe

Violetta

Verlinke ich wieder: