Freitag, 28. August 2026

Italien Teil 5 - Bellaria und San Marino/ Italy part 5 - Bellaria and San Marino

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 Ein herzliches Willkommen meine Lieben,
A warm welcome my lovelies
 
Ich entschuldige mich mal vorab, wenn ich auf Eure Kommentare nicht gleich antworte(n) (kann). Mit dem Handy ist das Tippen einfach mühsam und nicht meins. Lesen tue ich sie auf jeden Fall.
 
 
Nun sind wir also am Meer in Bellaria bei Rimini angekommen. Und, um es gleich vorwegzunehmen: Das ist ein Kontrastprogramm zu den bisherigen Tagen rund um Orvieto.
Die Liebste hatte vor Jahrzehnten mit ihren Eltern dort Urlaub gemacht. Im gleichen Hotel - der Villa Furia. Und nach so langer Zeit wieder dorthin zu fahren, war ihr Wunsch. Nun sind wir beide keine Liebhaber von Stränden mit Zehnerreihen (....und auch mehr) an Sonnenschirmen. Aber es ist halt Nostalgie. Der erste Blick aus unserem - leider viel zu kleinen Zimmer- ließ mich im ersten Augenblick ans sofortige Abreisen denken. Wir haben am nächsten Morgen nach dem Frühstück nachgefragt und ein größeres Zimmer mit schönem Balkon bekommen. Und da das Hotel einen eigenen kleinen Platz mit Sand und Büschen und auch einen Pool hat, haben wir uns dann doch schnell eingewöhnt. 
Nachdem wir uns eingerichtet hatten, machten wir gleich einen ersten Spaziergang. Dabei fiel uns dieses Plakat auf. 


Die NOTTE ROSA ist ein Fest in das größte Sommer- und Strandfest an der Adriaküste in Italien und fand in diesem Juni vom 19. bis 21. Juni an der Riviera der Emilia Romagna zu der auch die Umgebung von Bellaria gehört statt. Dieser Sonntag war also der letzte Tag. Als wir am Strand entlangspazierten fiel mein Blick auf dieses Ankündigung.
Gleichzeitig hörte ich in der Luft ein donnerndes Geräusch. Es waren Flugzeuge der italienischen Kunsflugstaffel Frecce Tricolore, die exklusiv in Bellaria eine Flugshow abzogen. Laut, mit viel Rauch, aber es war einfach toll, was die Piloten in den Himmel zauberten. So hatten wir an einem Tag zweimal ungeplante, tolle Erlebnisse: Die Musik in Todi und die Flugshow Sonntag Abend.

 Klar, daß ich das auch gefilmt habe.

 
 

 
 Da es im Hotel kein Abendessen gab, suchten wir uns ein Restaurant, das wir auch in der Nähe fanden, und mit dem wir sehr zufrieden waren. Wir kehrten dort noch mehrmals ein.
Die erste Abendstimmung am Meer:

Das Hotel hat einen besonderen Charme...von der Einrichtung her erinnert es an frühere Zeiten.
Für den nächsten Tag hatten wir uns einen Relax-und Badetag vorgenommen.

Das Wetter, wie schon die Tage zuvor wieder heiß und sonnig. Das Meer überraschend sauber und ziemlich warm. Man merkte, daß in Italien schon Ferien sind, denn der Ort war sehr gut besucht und die vorherrschende Sprache auch italienisch.
 
Ausflüge mit dem Ausflugsboot kann man auch buchen - wir verzichteten darauf.

 


Kleiner Exkurs: Ich habe gerade festgestellt, daß die Schriftart und Größe nach Einfügen eines Fotos geändert wurde. Und ich kann keine Einstellung finden, es wieder auf die ursprüngliche zurückzustellen. Wenn ich nicht schon so lange dabei wäre, hätte ich sofort auf einen anderen Blogdienst gewechselt. Bei Blogger gibt es immer wieder solche Unannehmlickeiten. Ich hoffe, ihr könnt den Beitrag lesen.

So, jetzt weiter in der Reise

Ich kann nicht übers Wasser gehen....aber an dieser Stelle konnte ich noch stehen.

Nach dem Baden und vor dem Abendessen sind wir noch mit dem Rad nach Bellaria hineingefahren. Diese Bahn gab es beim damaligen Besuch auch schon.
Die Hollywoodschaukeln vor dem Hotel übrigens auch schon. Wir besuchten das gleiche Restaurant und haben wieder gut gespeist.

Beim Bummeln danach begegneten wir zwei- und vierrädrigen Oldtimer. Der Renault 4 ist ein Klassiker und hat immer noch das alte Kennzeichen FO...aus Forli.
Ab 20 Uhr wird die Innenstadtallee gesperrt. Dann tummeln sich dort viele große und kleine Besucher. Viele nette Verkaufsstände und Kinderattraktionen.

 Auch die Fußgänger müssen beim Bahnschranken warten bis der Abendzug vorbeigefahren ist.

 
Einen Optiker mit stylischen Brillen gibt´s auch. Die Läden haben natürlich auch offen. Ich fand eine tolle Brillenfassung für die Liebste...die habe ich auch gekauft. Die Gläser hat sie sich dann in Innsbruck einsetzten lassen. Die Bademeister sind zu Abendbeginn fleißig beim Auftäumen und Platzieren von Liegen und Schirmen. Damit der nächste Badetag wieder ordnungsgemäß beginnen kann. Die Miete für Liegen und Schirm sind aber auch nicht billig. Hier haben, im Gegensatz zu anderen Stränden an der oberen Adria die Hotels keine eigenen Liegezonen.
Da der Horizont der Adria auf der italienischen Seite im Osten liegt, gibt´s hier auch keinen Sonnenuntergang. Um einen Sonnenaufgang zu sehen, muß man früh aufstehen. Das machten wir - bevor wir uns wieder niederlegten- am nächten Morgen. Um 5h27 ging die Sonne auf.
Noch ein bisschen Schlaf tat gut, denn wir hatten für den Tag einen Ausflug geplant. Ins Landesinnere. Zum fünftkleinsten anerkannten Staat der Welt. Mit nur ca. 30.000 Einwohnern. Und seit einiger Zeit spielt eine Fußballmannschaft auch in der Qualifikation für die Europa- und Weltmeisterschaften mit. Allerdings, wie zu erwarten, ohne großen Erfolg.

San Marino gilt als die älteste Republik der Welt , die Geschichte geht bis ins 4. Jahrhundert zurück. 
oben Blick Richtung Meer, Mitte eine Festung auf dem Weg nach Bild unten. Dort oben liegt der alte Teil von San Marino.
Nachdem ich zum Starten meines Wagens wieder die Starthilfe benötigte, ging´s mit den Rädern auf dem Träger los. Wir wollten die offensichtlich ziemlich steilen Wege nicht zu Fuß gehen bei der Hitze, die immer noch herrschte. Es war eine gute Entscheidung, wie sich herausstellte. Auf den letzten Metern bis zum Stadttor trafen wir auf eine Gruppe Vespafahrer aus Salzburg, die mit ihren teils ziemlich alten Maschinen auf dem Weg zum großen Vespatreffen in Rom unterwegs waren. Dort wurden 80 Jahre dieses Kultmotorrades gefeiert.

San Marino blieb lange wegen der Klein- und auch Unbekanntheit unbehelligt. Ab dem 10. Jahrhundert wurde allerding begonnen, Befestigungsanlagen anzulegen. Wer´s genau wissen will. Bei Wikipedia hier nachzulesen.
 
Die Verkehrspolizei hier mit gelbem Hemd.

 Ein beliebtes Ausflugsziel wohl wegen der tollen Burganlagen am Berghang und der wunderbaren Aussicht. Es tummelten sich ziemlich viele Menschen in den teilweise engen Gassen und bei den Burgen. Der Eintritt ist dort auch nicht kostenlos.

Auf den Turm 1 links unten muß man zu Fuß hinaufsteigen. Auch auf 700 Metern Seehöhe war es heiß, daher etwas anstrengend. Aber auf jeden Fall lohnend.

Um auf die oberste Aussichtsplattform zu gelangen, muß man diese schmale und steile Treppe hinaufsteigen.


mit Blick auf Turm 2




ziemlich alt, das Gemäuer
Nach dieser Besichtigung hatte die Liebste genug, so machte ich die Besuchstour beim zweiten Turm alleine.
Auch hier ist die Eingangshalle martialisch bestückt. Das Ticket gilt für alle Gebäude hier oben.
Von der Turmbalustrade geht´s ganz schön nach unten. Und der Blick auf Turm 1 auch toll.

Und bei der Hitze im schattigen Café ein kühles Getränk, das tat not.
Diese Straße wird von diesen Figuren gesäumt.

Daß hier drei Religionen friedlich zusammenleben können zeigt dieses Bild mit den drei Symbolen.

Ach ja, für die Bequemen gibt´s auch eine Seilbahn....aber wir hatten ja unsere e-Bikes mit dabei. Ein schöner Ausflug in ein kleines Land, in dem ich vorher noch nie war. 

Vor dem Abendessen, infolge Ruhetags bei unserem "Stammlokals" in einem auch in der Nähe liegenden und ebenfalls ausgezeichneten Restaurants, noch ein Blick auf die bunten Sonnenschirme am Strand. Und danach wieder einen Stadtbummel durch Bellaria. Diesen "Bruco" gab es schon damals in Jesolo, als meine Kinder noch klein waren. Und die Pantoffel sind wohl etwas überbezahlt...und daher auch weiter in der Auslage.

Und spät Abends auf unserem Balkon sahen wir das Ausflugsschiff am Steg anlegen.

Und nun fällt mir auf, daß diesmal keine Murals dabei waren....also wieder aus dem Fundus:
allerdings ist das ein Vorgriff auf einen kommenden Post, der ganz den Murals gewidmet sein wird. Der Besuch des Künstlerdorfes Dozza auf unserer Rückfahrt. 
Ach wie gemütlich kann doch ein Katzenleben sein:

 Langsam neigt sich der Urlaub seinem Ende zu....aber noch gibt´s etwas zu sehen. Ich hoffe, es hat Euch bisher gefallen.
 
Ich freue mich über jeden Besuch und Kommentar . Bleibt mir gewogen - bis zum nächsten Mal.
Alles Liebe
Violetta
 
Verlinke ich wieder:


 


Freitag, 21. August 2026

Italien Teil 4 - Rocca Ripesena und Todi/ Italy part 4 - Rocca Ripesena and Todi

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Hallo und herzlich Willkommen meine Lieben,
A warm welcome my lovelies.
 
 

 Ich bin also nach unserer Turmbesteigung noch weiter mit dem e-Bike gefahren, als die Liebste wegen der Hitze lieber ins Agriturismo zurückgefahren ist. Ich wollte den gegenüberliegenden Hügel, auf dem sich auch ein Dorf befindet, entdecken und nahm den asphaltierten Weg dorthin. Ohne Stromunterstützung wäre es auch mir zu heiß und anstrengend geworden. Aber ich wollte da rauf. Und genoß dabei wieder mal die tolle Aussicht.
Da geht´s rauf.
Am Ortseigang steht auf dem Schild: IL PAESE DELLE ROSE - Das Dorf der Rosen. Und wirklich, wenn man den Weg hinauf auf den Felsen - das ist das Rocca im Namen - geht, sieht man links und rechts unzählige Rosen und Schildchen, die auf die verschiedenen Arten hinweisen. Nur - da waren wir zu spät dran. Die meisten Rosen sind schon verblüht bis auf die weißen. Es muß ein prachtvoller Anblick sein.

Das Dörfchen liegt einmalig. Wenn man ganz oben am Felsen angekommen ist, betritt man dieses schattige Wäldchen, das zu einem Aussichtsplatz führt.
Sieht man auch wieder nach Orvieto hinüber.
Am Bild unten gegenüber sieht man unser Agriturimo gerade nicht, aber ein paar Felder davon. Ich bin noch ein bisschen ins Dorf spaziert und wunderte mich, daß am Parkplatz und an der Straße für die Kleinheit des Dorfes sehr viele Autos geparkt waren. Als ich zur Kirche kam, wußte ich warum. Es fand eine Hochzeit statt.
Am Vorplatz der Kirche fand ich diese aufgestellten Figuren.
Die Hochzeitsgäste waren wohl alle in der Kirche...oder abseits eine rauchen.
Dann reichte es mir auch, ich fuhr wieder zurück und sprang in den Pool. Da ich der Liebsten von diesem Ort vorschwärmte, wollte sie auch noch dorthin. Es war unser letzter Tag hier in Sugano und wir hatten nochmals im Agriturismus das Abendessen reserviert. Aber vorher noch ...und diesmal mit dem Auto für ein paar Abendlichtfotos nach Rocca Ripesena.
Das liegt übrigens hier:
Das italienische Restaurant, das wir tags zuvor besucht hatten liegt blau eingezeichnet in Tamburino.
Im Spätnachmittag/abendlicht sind die Farben immer etwas intensiver als zu Mittag.
Leider nur mehr die weißen blühenden Rosen....
Auf der Spitze des Hügels beim Wäldchen entdeckten wir noch diese Höhle.
Den kleinen See, den man im rechten Bild sieht, haben wir nicht mehr besucht.
Ein wirklich malerischer kleiner Ort, die Hochzeitsgesellschaft hatte sich inzwichen auch schon längst aufgelöst.

Vor dem Abendessen hatten wir schon einiges unserer Sachen gepackt, damit es am nächsten Tag nicht zu spät losgehen konnte. Das Essen war wieder köstlich auf der Terrasse an einem erneut sehr lauen Abend.

Die Katzen schauten interessiert zu.

Es waren wunderbare Tage hier in diesem Agriturismo. Selten war ich von einer Unterkunft vom ersten Augenblick an angetan. Und die Landschaft rundherum mit Orvieto tat ihr übriges für ein wunderbares Urlaubsgefühl. Etwas wehmütig traten wir am nächsten Tag die Weiterreise an. Das Ziel war Bellaria bei Rimini an der Adriaküste. Wir hatten einen Abstecher nach Perugia, das auf dem Weg lag, geplant....aber es kam anders.


 
Addio schöner Platz. Wir waren zeitmässig gut im Plan und fuhren gemütlich die Bundesstraßen. Zuerst am schönen Corbarastausee vorbei. Dann tauchte nach ca. 40 km auf einem Hügel diese Stadt auf. (Bild ist aus dem Netz kopiert)
Kurzer Blick auf die Karte am Handy...das war oder ist Todi. Wir änderten unseren Plan und fuhren von der Strade Statale ab und auf den Hügel hinauf. Und es hat sich wahrlich gelohnt. Eine nette alte Stadt mit viel Kultur. Die Stadt ist sehr alt und geht auf das 8. Jhd v. Chr. zurück. Ca. 15.000 Einwohner leben dort. Näheres hier im Wikilink. Die Info gibt´s auch auf Englisch.

Beim Parkplatz führt eine kostenlose Standseilbahn hinauf auf die Stadt.


 

Wir stellten im Laufe des Besuches fest...Todi hätte sich einen längeren Aufenthalt verdient. Bei der Bergstation empfing uns ein Markt mit netten Verkaufsständen.

Ähnlich wie Orvieto auch auf einem Hügel errichtet ist die Aussicht auf die und von der Stadt sehr beeindruckend.
Aufstiegshilfen gibt es einige.
Schöne Innenhöfe und originelle Aufbauten....und einige Kirchen, hier kamen wir bei San Fortunato vorbei, die im 13. Jhd. erbaut wurde. 
Innen mit zahlreichen Fresken, die noch teilweise im Originalzustand  verblieben sind.

In der Krypta das Grab Jacopone da Todi.

Diese Kirche hat natürlich auch einen Turm. Den Campanile, den man gegen geringes Entgelt auch besteigen kann. Es war zwar heiß, aber da mußten wir dennoch hinauf. 

Das Geläut war zum Glück nicht in Betrieb als wir dort ankamen. Dafür lag der Taubendreck teilweise zentimeterdick....
Und die Aussicht....wieder grandios.

Am Platz neben der Kirche steht dieser Turm, von dem ich leider keine näheren Informationen finden konnte. Besteigen kann man ihn auch nicht. 

Dann kam das nächste Highlight auf uns zu. Schon vom Campanile aus hörten wir immer wieder Musik.

Wieder auf der Straße angekommen, hörten wir auch einem Innenhof Akkordeonmusik. Da musste ich hineinschauen.

Es stellte sich heraus, daß in Todi gerade das Festa Della Musice - La Voce dei Luoghi stattfand.
An verschiedenen Plätzen und Spielorten wurde Musik und Gesang dargeboten. Schon gerade deshalb wäre ein längerer Aufenthalt willkommen gewesen. Aber zumindest bekamen wir ein bisschen mit. Eine Gesangsstimme weckte unsere Aufmerksamkeit als wir eine Erfrischung in einem schattigen Café am Piazza del Popolo genossen, die aufgrund der Temperaturen dringend notwendig war.


Eine schöne alte Stadt mit sicher noch mehr tollen Plätzen. Aber die Temperatur stieg ständig, und wir hatten auch noch eine größere Fahrstrecke vor uns. Ganz so heiß wie auf der Temperaturanzeige dürfte es aber doch nicht gewesen sein.
Mit der Standseilbahn wieder zum Parkplatz....und weiter ging die Reise.
Auf der Fahrt kamen wir seit langem wieder etwas Feuchtigkeit von oben. Der Gewittersturm war allerdings nicht von allzu langer Dauer. In Bellaria begrüßte uns wieder ein sonnendurchfluteter Himmel. Und die alte Villa Furia.

Leider war das uns zugewiesene Zimmer viel zu klein...aber gleich am nächsten Tag bekamen wir im obersten Stock ein größeres mit herrlichem Balkon und direktem Meerblick. Davon aber in den nächsten Beiträgen.

Ich freue mich über jeden Besuch und Kommentar. Bleibt mir gewogen. Bis zum nächsten Mal.

Alles Liebe

Violetta

Verlinke ich wieder: