Donnerstag, 13. August 2026

Italien Teil 3 - Geheime Orte und der Turm/ Italy Part 3 -Secret Places and the Tower

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 Ein herzliches Willkommen meine Lieben,
A warm wellcome my lovelies,
 
Auch hier in Umbrien erlebten wir eine Hitzewelle. Und dazu ein wunderbar stabiles Wetter ohne Gewitter. Um der Hitze etwas zu entgehen, legten wir unser Ausflüge in den Vormittag. Das hieß, gegenüber unseren sonstigen Gewohnheiten, früher aufzustehen. Das gelang auch meistens.
Und wir schauen uns auch gerne nach Orten um, die noch nicht ganz vom Massentourismus erobert sind. Da hilft immer ein Blick ins Internet und das Stöbern. Das macht die Liebste ganz gerne. Und so haben wir auch die Ziele ganz in unserer Nähe für diesen Tag gefunden. 
Nach der Officine Netti wollten wir zuerst Ausschau halten. Das ist ein altes Kraftwerk an einem Bach, das 1895 errichtet wurde und mit dessen Stromerzeugung zuerst das Theater in Orvieto beleuchtet wurde. Bis zum Zweiten Weltkrieg wurde dort Strom erzeugt. Seither liegt es brach und ist den Launen der Natur ausgeliefert. Und liegt nicht sehr zugänglich im Wald. Das klang vielversprechend. Da das Rad der Liebsten wieder einsatzfähig war, fuhren wir nach dem Frühstück los, um diesen Platz zu suchen. Genaue Wegbeschreibung gibt´s nicht, also mussten wir auf dem Fahrweg immer mal anhalten und nach einem Zugang suchen.
Rot markiert ist unser Ausgangspunkt.
Dieser Platz schien ein Zugang zu sein. War es dann aber nicht. Und diese Höhle dient als Lagerstelle für leere Wasserflaschen.
Etwas weiter entdeckte ich einen Pfad, der vielvesprechend war. 

Und als ich dieses Markierungszeichen sah, war ich mir fast sicher, daß es der richtige Weg war.

Ja, das war es. Und kein Mensch da. Sehr schön, Total mystisch diese überwucherte Ruine mit den alten Turbinen.
Dieser Bach hat die Turbinen angetrieben. Ich habe bei Wikipedia einen Eintrag gefunden. Allerdings in Italienisch. Hier derLink.

 
Wir waren von diesem alten Kraftwerk fasziniert...und haben es ausführlich abgelichtet.

Die Decke im Hinterraum absolut einsturzgefährdet.

Hier sieht man wieder: Nichts ist von ewiger Dauer. Die Natur holt sich ihren Raum immer wieder zurück.
Es war auch angenehm kühl in dies Busch- und Baumwerk. 

Wir hatten auf unserer Fahrt hierher einen Bus mit  französichem Kennzeichen gesehen. Als wir den Weg zu unserern Fahrrädern zurückgingen, kam uns das Paar, bewaffnet mit Kameras und Stativen, entgegen. Die hatten wohl auch von diesem geheimnisvollen Ort gelesen. 

Nun galt es auch noch, das zweite Ziel zu finden. Den Lago di Sugano. Infos und Fotos, die man im Netz finden konnte, gaben unterschiedliche Infos. Vom netten Badesee bis zu einem Platz, der es nicht wert sei, besucht zu werden. Aber unsere Neugier war geweckt...und es fehlte wieder eine Wegbeschreibung. Nur Bilder von Google Earth und Maps.

Auch dieser Platz war nicht einfach zu finden. Als wir endlich den See zwischen Bäumen erkennen konnten, war alles mit einem Zaun abgesperrt. Wir nahmen dann die andere Richtung und ich fand wieder einen Pfad, der dann auch ans Seeufer führte.
In der Senke hinter diesem Weinberg liegt der Lago di Sugano.

Es stellte sich schnell heraus, daß er wirklich als Badesee nicht geeignet ist.
Nett gelegen, aber keine Liegemöglichkeit und das Wasser auch nicht gerade einladend. Der größte Teil des Ufers scheint Privatbesitz zu sein. 

Der Liebsten war es dann zu warm, und sie fuhr ins Quartier zurück. Ich war noch entdeckungslustig und außerdem noch nicht erschöpft und erkundete die Gegend weiter. Dieses Baum-Lianengebilde beeindruckte mich.
 

Etwas weiter erweckte ein Schrei meine Aufmerksamkeit. Ein Raubvogel, war es ein Adler, ich bin kein Vogelexperte zog ober mir seine Kreise.

Als ich den Fahrweg weiter folgte, kam ich an die Ausfahrt zur Landstraße, die auch zum Lago di Bolsena führt. Ich erinnerte mich, daß wir etwas weiter durch eine schöne Allee fuhren, und wollte dorthin. Zum Glück hatte ich ein e-Bike, denn es ging einige Zeit bergauf. Da machte sich die Hitze schon etwas bemerkbar. Ein schöner Blick wieder auf Orvieto bis ich nach einigen Kilometern, die sich länger als mit dem Auto anfühlten, die Allee zu sehen war.

Ich glaube es sind Pinien - ohne Garantie auf Richtigkeit. Hier meine Strecke:

 

Zurück wieder über Sugano und den Weg am geheimnisvollen Anwesen vorbei.

Sehr geheimnisvoll, denn dieses Anwesen ist nirgends in den Karten verzeichnet und auch nicht in der Internetsuche erscheinend. Aber da es einen Pool hat, muß es doch genutzt werden. Die Hitze war inzwischen bei weit über 30 Grad angekommen - genauer: es waren 35. Da tat eine Erholung am Pool gut.
Für Abends hatten wir in einem typischen italienischen Restaurant in der Nähe reserviert. Vorher wollte meine Liebste allerdings, inspiriert von meinen Fotos, auch noch zu der Allee hinfahren. 
Schöne Stimmung im Abendlicht auf dem Weg dorthin.

 


Der Anblick Orvietos von der Restaurantterrasse...zum wirklich vorzüglichem Essen auch eine tolle Aussicht. Das Restaurant ist offenbar sehr beliebt, denn bald waren fast alle Tische besetzt. Daß die Bierflasche in einem Kübel mit Eis gekühlt wird, habe ich noch nicht erlebt.

Ein Vorspeisenteller mit einigen Köstlichkeiten....

...und für mich dann hausgemachte Nudeln mit Kanninchenragout....mmmmhhhh.

Am nächsten Morgen- wie immer zeitig- holten wir dann den Ausflug mit den e-Bikes nach Orvieto nach. Denn auf den Torre del Moro wollte ich unbedingt hinauf. Der macht um 10h auf...wir waren die ersten Besucher.

Und, da wir etwas vor der Öffnungszeit da waren vorher ein Blick in den Innenhof. Künstlerisch gestaltet.
Für Kunst und Kultur haben sie hier überhaupt viel übrig. Auf einem Plakat,ebenfalls im Innenhof fand ich den Hinweis auf das Jazzfestival, das leider schon im Winter stattgefunden hat.


Endlich öffneten sich die Pforten....und das Stiegensteigen begann. Man kann wählen - alle ca. 250 Stufen per pedes oder mit dem Lift in den ersten Stock....und nur noch 170. Wir wählten die zweite Variante.
 

Das rechts ist der Blick auf die Turmuhr .


 Endlich geschafft. Und so sieht man den Torre normalerweise nicht. Ich habe dieses Bild aus dem Internet kopiert.
Ein wunderbarer Ausblick auf die Stadt und die Umgebung. Wir waren einiges Zeit alleine auf der Aussichtsplattform ganz oben....der Turm ist 47 Meter hoch und steht seit dem 13. Jahrhundert.


Oben der Palazzo del Popolo und unten der Dom zu Orvieto...einfach toll.


Die knapp 4 Euro Eintritt sind jeden Cent wert.


 Es gesellten sich dann immer mehr Besucher dazu. Wir hatten die beste ungestörte Aussicht schon genossen und stiegen wieder hinunter.
Auch diesmal war es der Liebsten zu heiß für weitere Aktivitäten. Ich machte noch eine Runde mit dem e-Bike, um auch den anderen, unserem Agriturismo gegenüberliegenden Hügel zu entdecken. Doch das ist dann eine Geschichte für den nächsten Beitrag.
Ich hoffe, es hat Euch gefallen, und Ihr seid beim nächsten Beitrag wieder mit dabei.

Ich freue mich über jeden Besuch und Kommentar. Bleibt mir gewogen. Bis zum nächsten Mal. 

Alles Liebe

Violetta

Verlinke ich wieder:

 

Freitag, 7. August 2026

Italien Teil 2/ Italy part 2 - Orvieto

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Ein herzliches Willkommen meine Lieben,

A warm wellcome my lovelies

Im zweiten Teil meines Italienberichts geht es um die malerische Stadt Orvieto im südwestlichsten Zipfel Umbriens. Damit ich Euch nicht mit zahlreichen Infos zu der Stadt überhäufe, habe ich den Link zu
Orvieto bei Wikipedia eingefügt. Es wird ihn dort sicher auch auf Englisch geben.
 
Wir wollten mit den e-Bikes dorthin fahren...ist ja von unserem Agriturismo nicht allzuweit. Leider mußten wir in der Früh feststellen, daß das Hinterrad des Bikes meiner Liebsten einen "Patschen" hatte. Also nichts mit dem Radausflug...und außerdem ziemlich unangenehm, da wir ja für den Urlaub noch einige Radtouren unternehmen wollten. Aber Italien ist ja ein radfanatisches Land. Und so dachten wir, daß es in Orvieto schon einige Servicestellen geben müsse. Dr. Google fand auch einige...und die wollten wir nach unserer Rückkehr am Nachmittag aufsuchen. Daher dieser Ausflug mit dem Auto.
 
Orvieto, eine jahrtausendealte Stadt liegt auf einem Tuffsteinplateau mit einmaliger Aussicht in die Gegend rundum.
 

 Nette Gässchen mit alten Häusern, Plätzen, Kirchen und einem Untergrund, in den schon die Etrusker Katakomben hineingegraben haben. Es sind inzwischen so viele, daß keine neuen Häuser oben errichtet werden dürfen, um die Statik der Stadt nicht zu gefährden. Eine besondere Anziehungskraft und touristische Attraktion ist die Reise in die unterirdische Stadt, die man nur im Rahmen einer Führung mitmachen kann. Aber zuerst muß man mal in die Stadt hineinkommen. Vom Parkplatz, wo wir unseren Wagen abstellten führt eine unterirdische Rolltreppe hinauf in die Innenstadt.
Oben angekommen, gleich eine wunderbare Aussicht.


 

 



Wir hatten uns im Büro von Orvieto Underground Karten für die Führung besorgt. In touristischen Hochzeiten auch in mehreren Sprachen möglich. Diesmal nur in italienisch und englisch, für die wir uns entschieden. Wir hatten allerdings noch Zeit bis zur Führung und besuchten in der Zwischenzeit den wunderbaren Duomo di Orvieto, eine der schönsten Kirchen Italiens, wie es heißt. Und das dürfte auch stimmen. Kostet allerdings auch Eintritt. Aber der lohnt sich auf jeden Fall.


 Dann laßt uns mal einen Rundgang durch den Dom machen: Infos vorab hier/Wiki


 

Erstaunlich, wieviel Nackte hier abgebildet sind - in einer katholischen Kirche😊
Einfach nur zum staunen.
hier hat sich - im linken Bild- der Maler links unten im schwarzen Mantel verewigt.


rechts ein Blick mit Weitwinkel auf die Deckenfresken
Es gäbe noch viel mehr abzulichten - aber das würde dann den Rahmen sprengen. Langsam wurde es Zeit für die Führung. Inzwischen hatte die Temperatur ordentlich zugelegt, und wir waren froh, ein schattiges Plätzchen zu finden für die Wartezeit bis zur Führung. Der Domplatz schon in der prallen Sonne.

Wer genau hinsieht, bemerkt rechts unten den schwindelfreien Mann am Kranarm, der dort Pause machte.

Schließlich kam unsere Führerin und begleitete uns zum Eingang  der Katakomben. Dort war es erstmal fein kühl im Vergleich zu draussen. Besichtigt werden kann nur ein Bruchteil der Grabungen. Aber die Tafel am Eingang gibt einen Eindruck, wie unterhöhlt diese Stadt ist.

Eine alte Olivenpresse ist auch zu sehen.

Nach Wasser musste auch gegraben werden, Orvieto liegt ja auf einem Hügel.
 


Diese Löcher in den Wänden waren Taubenschläge. Die dienten neben Botendiensten auch als Nahrungsreserve. Sind aber schon lange ungenutzt.
Nette Aussicht durch die vergitterten Fenster. Aber man merkt gleich die warme Luft, die von aussen eindringt.
Nach Ende der Führung brauchten wir erst mal eine Erfrischung. Unsere Freunde hatten uns auch von einer anderen Sehenswürdigkeit, einem tiefen Brunnen erzählt. Wir hatten uns leider den Namen nicht gemerkt und suchten im Netz danach. Pozzo della Cava klang ganz gut. Also machten wir uns in der Hitze auf den Weg dorthin.
Wie sich später herausstellte, war das nicht der gesuchte Brunnen, der war auf der ganz anderen Seite der Stadt. Aber das wußten wir zu diesem Zeitpunkt nicht. 
Vorbei am Piazza della Repubblica.
Entlang der Via della Cava....und ecco: da waren wir am vermeintlichen Ziel. Kostete auch ein paar Euro und führte auch in die Unterwelt. Und sogar in vier Sprachen ausgeschildert. Das spart Euch den Translator 😊

Dieses Museum wird auf der Eintrittskarte folgendermassen:

POZZO DELLA CAVA-ARCHAEOLOGICAL COMPLEX - UNESCO- MEMBER GLOBAL NETWORK OF WATER MUSEUMS.
Klang vielversprechend. Wasser haben wir allerdings fast nicht gesehen. Aber trotzdem interessant - und wir wären auch gar nicht hierher gekommen.
Die Tafeln haben auch den Vorteil, daß ich jetzt nicht viel erklären muß...oder eigentlich gar nichts😊

 


Na ja, das Wasser kann man ja erahnen.



Da wir Fotos bei unseren Freunden angesehen hatten, wußten wir, das war nicht der Brunnen, den wir eigentlich gesucht hatten. Aber mit freundlicher Unterstützung von Dr.Google hatten wir das richtige Objekt ausgemacht. Den Pozzo di San Patrizio. Das hatte nur  drei  Haken. Der lag auf der ganz anderen Seite der Stadt:

Es war heiß, und die Liebste schon ziemlich schlapp. Mir macht die Hitze weniger aus, aber sie war schon ziemlich erschöpft. Aber sie ließ sich doch überreden nochmals dorthin zu gehen. Dafür versprach ich, sie dann mit dem Auto abzuholen. Ein ganz schöner Hatscher durch die heiße Stadt - hatte sicher so 34/35 Grad. Aber wir kamen dann doch dort an ....und es hat sich gelohnt. Allerdings bin ich dann ohne sie die über 50 Meter hinab und hinauf gestiegen. Die Info bei Wiki diesmal in Englisch.

Auch eine touristische Attraktion.
Wenn man "normal" hinunter und hinauf steigt begegnet man keinem Gegenverkehr. Es ist so konstruiert, daß es auf der einen Seite hinunter und auf der anderen hinauf geht...oder natürlich auch umgekehrt.

Unten angekommen:
Und ein grandioser Blick hinauf.

Nachdem wir dann wieder in unseren Agriturismo zurückkehrten entspannten wir uns erstmals am Pool. Bevor wir das e-bike der Liebsten auf den Träger hieften und nach Orvieto fuhren, um den Reifen richten zu lassen. Die erste von Google angegebene Officina gab´s nicht mehr, aber ein äußerst netter Herr von einer Autowerkstätte wies uns den Weg zu einer anderen. Und die war dann ein Volltreffer. Wir kamen kurz nach der Nachmittagswiederöffnung an, und der sehr bemühte und freundliche Herr nahm das sofort in Angriff und nach ein paar Minuten war das Rad mit neuem Hinterreifen und Schlauch wieder einsatzbereit. Und das zu sehr günstigem Preis. Der hat sich die dann von mir gegebenen 5 Sterne in den Rezensionen wirklich verdient. Später genossen wir in unserem Refugium  das Abendessen. Und später den Mond und die Venus am Abendhimmel.

 Jetzt fehlt mir auch schon wieder ein Tierbild, denn Critters sind mir nicht über den Weg gelaufen. Also wieder etwas aus dem Fundus, das nicht aus Italien stammt:

Ein paar Ziegen grasen die Wiese ab.

 

Schön, daß Du mitgegangen bist. Ich freue mich über jeden Besuch und Kommentar. Bleibt mir gewogen. Bis zum nächsten Mal...es gibt noch viel zu berichten.

Alles Liebe

Violetta

Verlinke ich wieder mit: