Freitag, 7. August 2026

Italien Teil 2/ Italy part 2 - Orvieto

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Ein herzliches Willkommen meine Lieben,

A warm wellcome my lovelies

Im zweiten Teil meines Italienberichts geht es um die malerische Stadt Orvieto im südwestlichsten Zipfel Umbriens. Damit ich Euch nicht mit zahlreichen Infos zu der Stadt überhäufe, habe ich den Link zu
Orvieto bei Wikipedia eingefügt. Es wird ihn dort sicher auch auf Englisch geben.
 
Wir wollten mit den e-Bikes dorthin fahren...ist ja von unserem Agriturismo nicht allzuweit. Leider mußten wir in der Früh feststellen, daß das Hinterrad des Bikes meiner Liebsten einen "Patschen" hatte. Also nichts mit dem Radausflug...und außerdem ziemlich unangenehm, da wir ja für den Urlaub noch einige Radtouren unternehmen wollten. Aber Italien ist ja ein radfanatisches Land. Und so dachten wir, daß es in Orvieto schon einige Servicestellen geben müsse. Dr. Google fand auch einige...und die wollten wir nach unserer Rückkehr am Nachmittag aufsuchen. Daher dieser Ausflug mit dem Auto.
 
Orvieto, eine jahrtausendealte Stadt liegt auf einem Tuffsteinplateau mit einmaliger Aussicht in die Gegend rundum.
 

 Nette Gässchen mit alten Häusern, Plätzen, Kirchen und einem Untergrund, in den schon die Etrusker Katakomben hineingegraben haben. Es sind inzwischen so viele, daß keine neuen Häuser oben errichtet werden dürfen, um die Statik der Stadt nicht zu gefährden. Eine besondere Anziehungskraft und touristische Attraktion ist die Reise in die unterirdische Stadt, die man nur im Rahmen einer Führung mitmachen kann. Aber zuerst muß man mal in die Stadt hineinkommen. Vom Parkplatz, wo wir unseren Wagen abstellten führt eine unterirdische Rolltreppe hinauf in die Innenstadt.
Oben angekommen, gleich eine wunderbare Aussicht.


 

 



Wir hatten uns im Büro von Orvieto Underground Karten für die Führung besorgt. In touristischen Hochzeiten auch in mehreren Sprachen möglich. Diesmal nur in italienisch und englisch, für die wir uns entschieden. Wir hatten allerdings noch Zeit bis zur Führung und besuchten in der Zwischenzeit den wunderbaren Duomo di Orvieto, eine der schönsten Kirchen Italiens, wie es heißt. Und das dürfte auch stimmen. Kostet allerdings auch Eintritt. Aber der lohnt sich auf jeden Fall.


 Dann laßt uns mal einen Rundgang durch den Dom machen: Infos vorab hier/Wiki


 

Erstaunlich, wieviel Nackte hier abgebildet sind - in einer katholischen Kirche😊
Einfach nur zum staunen.
hier hat sich - im linken Bild- der Maler links unten im schwarzen Mantel verewigt.


rechts ein Blick mit Weitwinkel auf die Deckenfresken
Es gäbe noch viel mehr abzulichten - aber das würde dann den Rahmen sprengen. Langsam wurde es Zeit für die Führung. Inzwischen hatte die Temperatur ordentlich zugelegt, und wir waren froh, ein schattiges Plätzchen zu finden für die Wartezeit bis zur Führung. Der Domplatz schon in der prallen Sonne.

Wer genau hinsieht, bemerkt rechts unten den schwindelfreien Mann am Kranarm, der dort Pause machte.

Schließlich kam unsere Führerin und begleitete uns zum Eingang  der Katakomben. Dort war es erstmal fein kühl im Vergleich zu draussen. Besichtigt werden kann nur ein Bruchteil der Grabungen. Aber die Tafel am Eingang gibt einen Eindruck, wie unterhöhlt diese Stadt ist.

Eine alte Olivenpresse ist auch zu sehen.

Nach Wasser musste auch gegraben werden, Orvieto liegt ja auf einem Hügel.
 


Diese Löcher in den Wänden waren Taubenschläge. Die dienten neben Botendiensten auch als Nahrungsreserve. Sind aber schon lange ungenutzt.
Nette Aussicht durch die vergitterten Fenster. Aber man merkt gleich die warme Luft, die von aussen eindringt.
Nach Ende der Führung brauchten wir erst mal eine Erfrischung. Unsere Freunde hatten uns auch von einer anderen Sehenswürdigkeit, einem tiefen Brunnen erzählt. Wir hatten uns leider den Namen nicht gemerkt und suchten im Netz danach. Pozzo della Cava klang ganz gut. Also machten wir uns in der Hitze auf den Weg dorthin.
Wie sich später herausstellte, war das nicht der gesuchte Brunnen, der war auf der ganz anderen Seite der Stadt. Aber das wußten wir zu diesem Zeitpunkt nicht. 
Vorbei am Piazza della Repubblica.
Entlang der Via della Cava....und ecco: da waren wir am vermeintlichen Ziel. Kostete auch ein paar Euro und führte auch in die Unterwelt. Und sogar in vier Sprachen ausgeschildert. Das spart Euch den Translator 😊

Dieses Museum wird auf der Eintrittskarte folgendermassen:

POZZO DELLA CAVA-ARCHAEOLOGICAL COMPLEX - UNESCO- MEMBER GLOBAL NETWORK OF WATER MUSEUMS.
Klang vielversprechend. Wasser haben wir allerdings fast nicht gesehen. Aber trotzdem interessant - und wir wären auch gar nicht hierher gekommen.
Die Tafeln haben auch den Vorteil, daß ich jetzt nicht viel erklären muß...oder eigentlich gar nichts😊

 


Na ja, das Wasser kann man ja erahnen.



Da wir Fotos bei unseren Freunden angesehen hatten, wußten wir, das war nicht der Brunnen, den wir eigentlich gesucht hatten. Aber mit freundlicher Unterstützung von Dr.Google hatten wir das richtige Objekt ausgemacht. Den Pozzo di San Patrizio. Das hatte nur  drei  Haken. Der lag auf der ganz anderen Seite der Stadt:

Es war heiß, und die Liebste schon ziemlich schlapp. Mir macht die Hitze weniger aus, aber sie war schon ziemlich erschöpft. Aber sie ließ sich doch überreden nochmals dorthin zu gehen. Dafür versprach ich, sie dann mit dem Auto abzuholen. Ein ganz schöner Hatscher durch die heiße Stadt - hatte sicher so 34/35 Grad. Aber wir kamen dann doch dort an ....und es hat sich gelohnt. Allerdings bin ich dann ohne sie die über 50 Meter hinab und hinauf gestiegen. Die Info bei Wiki diesmal in Englisch.

Auch eine touristische Attraktion.
Wenn man "normal" hinunter und hinauf steigt begegnet man keinem Gegenverkehr. Es ist so konstruiert, daß es auf der einen Seite hinunter und auf der anderen hinauf geht...oder natürlich auch umgekehrt.

Unten angekommen:
Und ein grandioser Blick hinauf.

Nachdem wir dann wieder in unseren Agriturismo zurückkehrten entspannten wir uns erstmals am Pool. Bevor wir das e-bike der Liebsten auf den Träger hieften und nach Orvieto fuhren, um den Reifen richten zu lassen. Die erste von Google angegebene Officina gab´s nicht mehr, aber ein äußerst netter Herr von einer Autowerkstätte wies uns den Weg zu einer anderen. Und die war dann ein Volltreffer. Wir kamen kurz nach der Nachmittagswiederöffnung an, und der sehr bemühte und freundliche Herr nahm das sofort in Angriff und nach ein paar Minuten war das Rad mit neuem Hinterreifen und Schlauch wieder einsatzbereit. Und das zu sehr günstigem Preis. Der hat sich die dann von mir gegebenen 5 Sterne in den Rezensionen wirklich verdient. Später genossen wir in unserem Refugium  das Abendessen. Und später den Mond und die Venus am Abendhimmel.

 Jetzt fehlt mir auch schon wieder ein Tierbild, denn Critters sind mir nicht über den Weg gelaufen. Also wieder etwas aus dem Fundus, das nicht aus Italien stammt:

Ein paar Ziegen grasen die Wiese ab.

 

Schön, daß Du mitgegangen bist. Ich freue mich über jeden Besuch und Kommentar. Bleibt mir gewogen. Bis zum nächsten Mal...es gibt noch viel zu berichten.

Alles Liebe

Violetta

Verlinke ich wieder mit:




 

Donnerstag, 30. Juli 2026

Italien - Teil 1 /Italy part 1

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 Ein herzliches Willkommen meine Lieben,
A warm welcome my lovelies,
 
Unser Italienurlaub ist nun auch schon über einen Monat her. Aber bei der Vielzahl der Fotos, die wir gemacht haben, und die alle bearbeitet werden mußten, und sonstigen Ereignissen, hat es eben etwas gedauert, bis der erste Teil unserer Reise berichtsfertig ist.
Und es wird mehrere Teile geben, wie halt bei den vorigen Reisen auch.
 
Meist jedes Jahr im Mai oder Juni planen wir eine Reise. Mal eine Städtereise, mal einen Länderbesuch. Diesmal hatten wir 10 Tage Zeit und entschieden uns wieder mal für Italien. Freunde hatten uns von Orvieto vorgeschwärmt. Da waren wir noch nie. Beim Stöbern im Netz und aufgrund der Fotos der Freunde war die Wahl bald getroffen. Es ist zwar ziemlich weit dorthin, aber wir haben uns das als Ziel gesetzt. Und buchten einen Aufenthalt in einem Agriturismo in der Nähe. Für den zweiten Teil mit vier Nächten Aufenthalt wollte die Liebste eine Reise zu dem Hotel, das sie mit ihren Eltern vor Jahrzehnten besucht hatte. Nach Bellaria bei Rimini zur Villa Furia.
Unsere Reise fiel dann gerade in die erste richtige Hitzeperiode dieses Jahres. Also -leichtes Outfit einpacken. Und, wir nahmen unsere e-bikes auf dem Fahrradträger mit, denn die haben sich auf Reisen immer bewährt.
Am 16. Juni ging´s los. Mit einem Hindernis. Als ich mein Auto starten wollte ging nichts - die Batterie war wieder leer. Das die ziemlich am Ende sein mußte, habe ich schon vor einiger Zeit festgestellt und eine mobile Starthilfebox, die immer aufgeladen im Kofferraum liegt, angeschafft. Die habe ich dann in diesem Urlaub noch mehrmals gebraucht und inzwischen auch eine neue Batterie einbauen lassen.. Dann also wirklich gestartet.
Hier die Route:

 Zum Glück gibt´s im Wagen eine Klimaanlage....Mit einigen Pausen brauchten wir natürlich länger als die angegebenen 7 Stunden. Aber wir kamen ohne nennenswerten Stau zügig voran und waren am späteren Nachmittag bei unserem Agriturismo. Und waren ganz begeistert. Das passiert mir eher selten bei einer Erstankunft. Aber diese Anlage liegt so wunderbar, die Sonne beleuchtete alles in herrlichen Farben...und das Appartement war auch sehr anmutig. Wenngleich auch ohne Klimaanlage, aber von der Bauart nicht allzu warm, und der Ventilator arbeitete sehr gut und leise.

Die soll man nur ansehen, sagt ein aufgestelltes Schild. Da wir das Frühstück selber machen wollten und noch einiges andere zu besorgen war, fuhr ich noch in den Ort...und auch dort gibt´s einen großen LIDL, wo man ja fast alles bekommt. Und da mußte ich auf dem ziemlich schlechten Weg (das ist der einzige Kritikpunkt an der Anlage) einfach stehenbeiben um ein erstes Foto vom malerisch auf einem Hügel liegenden Orvieto zu machen.
Das Abendessen kann man auf Vorbestellung auch dort einnehmen. Das machten wir dann auch am ersten Abend. Zuvor aber noch ein Streifzug durch die wundeschöne Anlage des Agriturismo.
unser Appartement
Damit wurden früher Oliven gepresst.
Ich gerate gerade wieder ins Schwärmen, wenn ich diese Bilder hier reinstelle.
Einen Pool hat die Anlage auch - und der war auch nötig bei den Temperaturen der kommenden Tage. Und auch sehr angenehm - es gibt nur wenige Zimmer und daher auch eine überschaubare Zahl an Gästen.

Das Abendessen war köstlich und italienisch...leider vergaß ich, davon ein Foto zu machen. Am nächsten Tag wollten wir mal die Umgebung erkunden. Auf der nächten Anhöhe liegt das Dorf Sugano, das in der Morgensonne herunterleuchtete. Da es schnell ziemlich heiß wurde, standen wir entgegen unserer sonstigen Gewohnheit ziemlich früh auf, um noch zeitig die Radlrunde zu machen.
oben Blick auf Sugano, unten Blick nach Rocca Ripensa
Sugano ist ein Ortsteil der Gemeinde Orvieto. Sie liegt auf einem felsigen Hang der Hochebene Alfina, 436 Meter über dem Meeresspiegel, und überragt sowohl Orvieto als auch das untere Tal des Flusses Paglia. Sugano hat 344 Einwohner. (Zitat Wikipedia)
Ein ziemlich verschlafenes Dorf mit netten Gässchen.
Zu diesem tollen Anwesen wollten wir hinradeln. Das war gar nicht so einfach wie gedacht, denn wir mußten erst den richtigen Weg dorthin finden. Wie es heißt - das konnte ich trotz vielfacher Versuche nicht in Erfahrung bringen. Und wie es genutzt wird ebenfalls sind. Man kann auch nicht direkt hineingehen...es wird vor einem Wachhund gewarnt. Das wollte ich nicht riskieren.
Obwohl es hier vor unserem Urlaub ziemlich viel geregnet haben soll, schaute alles ziemlich trocken aus. Wir fuhren dann den nächsten Weg wieder hinunter und kamen an einem Wegweiser "Tione" vorbei. Daß damit eine Quelle gemeint ist, bekamen wir mit als wir dorthin kamen und ein gerade heranradelnder Italiener uns die Vorzüge dieser Quelle näherbrachte. Dort wurde bis vor einigen Jahren noch Wasser in Flaschen abgefüllt und verkauft. Das Wasser war wirklich kühl und gut trinkbar.


oben nochmals Blick auf Rocca Ripensa, das auch sehr malerisch liegt, davon wird auch noch berichtet werden.

Für später am Tag hatten wir noch einen Besuch beim Lago di Bolsena ausgemacht. Die Schwester meiner Liebsten war dort zufälligerweise mit ihrem Freund für ein paar Tage auf Urlaub. Und da die Entfernung nicht sehr groß ist, haben wir ein Treffen ausgemacht.

Im Gegensatz zum Lago di Trasimeno weist dieser See noch sehr sauberes und klares Wasser auf.
 

 

Die Basilika der Santa Cristina besteht seit 1077 und ist der Heiligen Cristina geweiht.Diese war eine zwölfjährige Märtyrerin und wurde in der Grotte im 4.Jhd begraben. Berühmt sind  die begehbaren Grotten mit frühchristlichen Grabstellen aus dem 3. Jhd. die im 19. Jahrhundert wieder ausgegraben wurden.
Sehr interessant....und vor allem kühl😏.

Unter dem Grabmal kommt man zu den Katakomben.
Die Gräber sind natürlich nicht mehr gefüllt.

Alte Fresken und Bilder an den Wänden.

 Der dem See namensgebende Ort Bolsena hat auch sehr nette Seiten. Und auch ein paar Galerien mit Gastkünstler/innen.
Auf der Allee zum Seeufer auch schöne Blumenarrangements.

Der Freund der Schwester, der diesen Ort seht gut kennt, hätte für uns ein schönes Restaurant ausgesucht. Leider hatten wir dann keinen Platz, da das gesamte Restaurant für mindestens zwei Busse Chinesen reserviert war....die breiten sich leider überall aus.

Wir fanden dann auch in der Innenstadt ein nettes Restaurant.
Schwester und Freund hatten eine Zimmer in einem nahegelegenen Konvent gebucht, wo wir danach auch noch hinfuhren.


Auch ein sehr altes Gebäude. In der Küche eine nette Ecke...und auf dem Bild in der Kapelle erkennt man, daß Jesus doch eine Geliebte hatte.

Auf der Rückfahrt noch ein paar abendliche Eindrücke mit Blick auf den See.

Rechts sieht man das beleuchtete Riesenrad am Strand. Da ich bisher keine Tiere vor die Linse bekommen habe, gibt´s für die Saturday Critters etwas aus dem Archiv.
Die Enten im Teich des Schloß Ambras.
 
Ich hoffe, der erste Teil unserer Italienreise hat Euch gefallen. Demnächst gibt´s mehr. Ich freue mich über jeden Besuch und jeden Kommentar. 
Wünsche Euch eine gute Zeit und alles Liebe
Violetta
Verlinke ich wieder mit: