Montag, 17. Oktober 2022

Tour de France - Etappe 4


 Bonjour une autre fois,
Hallo und Willkommen auf einer neuen Etappe.
Diesmal geht´s von Saint Malo über die Rosa Granitküste ganz in den Westen der Bretagne - nach Lampaul-Plourazel.



Da die Entfernung zum nächsten Appartement nicht so groß wie die übrigen war, ging sich ein Abstecher zur Côte de Granit Rose aus. Auch ein touristisches Highlight, das viele Besucher anlockt. So auch an diesem Tag, obwohl ja die Ferien schon vorbei sind. Wie schaut´s da erst dann aus.


Wir hatten wieder Glück mit dem Wetter, und so erstrahlten die Felsen in rötlich-rosa Farben. Erstaunliche Formen bringt die Natur hervor. Man steht davor und sieht Figuren, Gesichter, Tiere....






Hier hätte man einen ganzen Tag herumstreifen können - aber soviel Zeit hatten wir nicht. Wir wollten noch rechtzeitig das Appartement beziehen.




Es war einfach nur beeindruckend. Beim Einstellen der Bilder gerate ich wieder ins Schwärmen.

In Lampaul-Plourazel kamen wir zwar rechtzeitig an. Doch gestaltete sich dann die Suche nach einem Restaurant schwierig. Es ist ja hier nicht die Touristenhochburg - aber ohne Reservierung schien am Freitag-Abend nichts zu gehen. Besonders nicht in der Pizzeria, die wir uns aus dem Netz ausgesucht hatten. Wir fanden dann doch eines - und daneben befindet sich, wie wir dann sahen eine Crêperie - Le Môle - in die wir dann zweimal essen gegangen sind. Köstliche Galettes und herrliche Crêpes.

Samstag dann mit dem Rad nach Lanildut - von dort geht eine Fähre zur Insel Ouessant. Ticketbüro war nicht besetzt - aber das macht nichts - kann man ja heutzutage im Netz bestellen.

netter kleiner Hafen

Um von unserer Seite allerdings zum Hafenbüro zu kommen, muss man die ganze Bay umrunden und hat dann über 10 km hinter sich.
Und immer wieder diese Weite - und die geben auch mal die gute bretonische Milch.

Die Bretonen halten ja besonders viel auf ihre Produkte. Und auf ihre Eigenständigkeit - immer wieder sieht man Parolen mit Mottos wie "Freiheit für die Bretagne" (BreizH). Die Ortsschilder sind auch immer mit der bretonischen Bezeichnung versehen. Gesprochen habe ich es allerdings nie gehört.

Hier gibt es auch (man kennt´s von Asterix und Obelix) Menhire (Hinkelsteine) und Dolmen (aus Steinplatten gestaltete Grabstätten). Wir sind einem Wegweiser gefolgt und kamen zu einem der größten aufrecht stehenden Menhiren Frankreichs. Daneben ein liegender, der noch größer ist. Die Menhire von Kergadiou


über 10 m lang

8,5 m hoch


das Manoir (Herrenhaus) Bel Air
Hier ganz im Westen geht die Sonne natürlich schön im Meer unter. Daher gingen wir am Abend an den nahen Strand.
diesen Stein nennt man Napoleons Hut - nun, man es auch anders sehen

Man sieht, was für einen Unterschied es macht, wenn die Sonne scheint. Am nächsten Tag sattelten wir unsere elektrischen Pferde und ritten in die andere Richtung - nach Süden.

zum Baden war es uns doch zu kühl.
Überraschend viele Sandstrände gibt es hier - mit wunderbar feinem weißen Sand - fast kommt karibisches Feeling auf.

Die Île Ségal, die eingentlich eine Halbinsel (bei Ebbe) ist, war früher einmal bewohnt. Ein paar Spuren findet man noch.


Links vom Weg findet man eine nette Felsformation

Dann laß´ ich Euch noch ein wenig im Karibikfeeling schwelgen:




Hier geht´s zum Pointe de Corsen, dem westlichsten Punkt Festlandfrankreichs.



next stop - New York
Hier bläst eigentlich immer etwas der Wind - an diesem windgeschützen Strand haben wir ein Weile die Sonne genossen und einen kleinen Gast gehabt.


Hier findet man übrigens immer wieder Wegweiser GR34 - das ist der berühmte Zöllnerpfad. Der Fernwanderweg 34 ist ein französischer Küstenweg, der vom Mont-Saint-Michel beginnt und in Saint-Nazaire endet. Sie verläuft entlang fast der gesamten Küste der Bretagne vom Mont Saint-Michel bis über die Grenze zwischen Morbihan und Loire-Atlantique bis zur Mündung der Loire. Es gibt immer wieder Hartgesottene, die diesen Weg mit ihrem Gepäck in Angriff nehmen.

auf dem Rückweg kamen wir an diesem Hippiehaus vorbei.

Und abends haben wir dann das Le Môle - die Crêperie besucht. Einfach köstlich die Galettes und die Crêpes.



Ach, schon Etappe vier, und ich habe noch soooo viel Bilder....also wird die Reise noch weitergehen. Ich würde mich freuen, wenn ihr wieder dabei seid.

Alles Liebe

Violetta

Links wie üblich:


Mittwoch, 12. Oktober 2022

Tour de France - Etappe 3

  Hallo ihr Lieben,

Es freut mich, daß doch ein ziemlich reges Interesse an der Frankreich-Tour herrscht. Und ab geht´s in die Etappe 3. Wir sind noch immer in St.Malo und haben noch ein paar Besichtigungen vor uns.

 


  Da es an diesem Tag bedeckt war, aber nicht regnete, machten wir uns wieder mit den e-Bikes von unserem Appartement auf und fuhren wieder nach St. Malo. Eigentlich wollten wir zum Badeort Dinard, aber da führte nur eine verstaute vierspurige Dammbrücke hinüber - und so entdeckten wir die zauberhafte Welt des Parc Briantais. Fast keine Besucher dort mit dem Flair eines Parks des 19. Jhd. Auf obiger Karte hellgrün markiert. Das (verlassene) Schloss aus dem 17. Jhd wurde 1850 neu errichtet.


 

viele solcher Stühle stehen im Park und laden zum Verweilen ein.


beim näheren Betrachten doch etwas renovierungsbedürftig

Die Mündung der Rance, die hier ins Meer mündet und Dinard von St.Malo trennt.
Leider war´s bedeckt und die Farben daher nicht so leuchtend wie es sein könnte. Nach diesem Ausflug radelten wir weiter zum alten Stadteil Cité d´Alet. Dabei kamen wir an einem alten Friedhof vorbei. Meine Liebste kann da fast nie widerstehen - also mussten wir ihn auch kurz besuchen.



der Tour Solidor wurde im 14.Jhd. errichtet um die Rance zu kontrollieren

die Kathedrale St.Pierre wurde schon im 13. Jhd. zerstört
Oben am Hügel gibt es zur Erinnerung an die Besatzungs- und Befreiungszeit im WK2 ein beeindruckendes Memorial 39-45, das in diesen Tagen noch eindringlicher erscheint. Man könnte auch die Innenräume besuchen, was wir aber nicht taten.

Bunker des Atlantikwalls - findet man hier an der Küste sehr häufig.


Wer es genauer wissen will - es gibt ein paar Seiten im Netz darüber. Über den Wahnsinn des Krieges nachdenkend, haben wir uns wieder auf die Räder geschwungen, um nach erfreulicheren Zielen Ausschau zu halten.
ein typisches Restaurant an der Quaimauer

Am nächsten Tag wollten wir uns wieder etwas Natur gönnen und haben den Weg nach Norden gewählt. Das Ziel war der Pointe du Grouin, ein bekanntes Kap und die Stadt Cancale, berühmt wegen ihrer Austern. Ein paar Kilometer mit dem Auto, dann wieder mit den Bikes. (oben gelb eingekreist).

hier sieht man....

wie sich das Meer wieder zurückzieht.
Leider immer noch ziemlich bedeckt - zumindest hat´s nicht geregnet. Und in Cancale natürlich auch eine Kathedrale Eglise Saint-Méen


Auf dem Platz davor eine Hommage an die Austernpfückerinnen

Wir hatten noch die Austern gegessen - und wenn wir schon mal hier waren, haben wir welche am Austernmarkt gekostet - und, sie werden nicht zu unserer Leibstpeise werden.
kosten mussten wir sie schon

hier werden sie gezüchtet

und an vielen solchen Ständen

verkauft
Nebenbei hat Cancale eine ganz nette Lage.


Und auch hier spielte eine Episode aus den Romanen von Benalec`s Inspektor Dupin.

Tags darauf war die andere Richtung dran - auf zum Cap Fréhel (rot markiert) , das ist noch berühmter und lockt noch mehr Besucher an. Auch hier zuerst, da zu weit weg, mit dem Auto und die letzten Kilometer mit dem Radl. Die Küste hier heißt  Côte d’Émeraude  (Smaragdküste).

zwei Leuchttürme bestimmen diesen Platz, aus dem 17 Jhd und aus 1950


alt und neu

eine Segelregatta zieht vorbei


nahe der Spitze des Caps steht dieser Turm- ob der auch mal als Leuchtturm gedient hat konnte ich nicht eruieren

da kam die Sonne schon hervor - Blick hinüber zum später besichtigten Fort la Latte

da geht´s ganz schön runter

Schön, daß die Sonne herauskam, es sind einfach ganz andere Farben. Wir sattelten wieder die Räder und radelten zum Fort.

Diese Festung hatte schon mehrere Namen - nun wird sie - gegen Entgelt - unter Fort La Latte - hier der Link zur Besichtigung geöffnet. Dieses Fort liegt sehr eindrucksvoll auf einem Felsvorsprung und bietet einen tollen Blick, auch auf das Cap Fréhel.

Am Eingang wird man an den Pranger gestellt.

Über diese Zugbrücke gelangt man ins Fort.

Um auf diesen Turm hinaufzukommen

muss man über diese steile Treppe hinaufsteigen.

Dort hat man einen tollen Ausblick auf das Fort und die Umgebung und das Meer.

.....die sind nun auch etwas komfortabler geworden.
Bevor es wieder nach St.Malo zurückgeht noch ein Blick zurück.
Und weil es der letzte Abend in Saint Malo war - am nächsten Tag wechselten wir in die Wetstbretagne- und die Sonne ein tolles Licht bot, haben wir noch rund um das Fort einen Rundgang gemacht.
Intra Muros Saint Malo - es ist wieder Ebbe

und man kann trockenen Fußes zur Festung hinübergehen

Blick auf die am Quai aufgereihten Häuser

Das Fort wurde von Ludiwig XIV in Auftrag gegeben und vom Festungsbaumeister Vaubun geplant.


Nur eine Woche, aber wunderschöne Eindrücke...und es liegen noch zwei Wochen vor uns. Die gibt´s dann in den nächten Etappen der Tour de France 2022.

Au revoir, St.Malo.....

Alles Liebe und eine gute Zeit Violetta

Links, mit denen ich den Beitrag teilen könnte:

Mosaic Monday - neu bei Erika