Montag, 7. November 2022

Tour de France - Etappe 7 - Il Maestro da Vinci

 

Bonjour, Hallo und schön, daß Ihr wieder hier seid.

Weiter geht´s auf unserer Reise im Loiretal. Solltet ihr die anderen Etappen verpasst haben - auf der Startseite rechts könnt ihr sie anklicken.

Hier mal die zwei Tage dieses Posts:


Wie schon erwähnt, war uns das Wetter im Loiretal nicht ganz so hold wie in der Bretagne. Aber wir ließen uns dadurch nicht von unseren Unternehmungen abhalten - auch nicht von Radtouren. Nach dem verregneten Tag beim Château Chenonceau sattelten wir wieder unsere Räder und wollten nach Amboise radeln (rosa). Es war wieder wolkig und recht kühl - also haben wir eine Jacke mehr mitgenommen und sind von Chaumont etwas hinauf Richtung Rilly-sur-Loire gefahren.
Man sieht: Wetter mässig. Und hier überall Weinreben, soweit das Auge reicht. Diese Sorte (Côt) haben wir am Abend im Restaurant verkostet - ein gehaltvoller Roter - sehr zu empfehlen.

Es wollte nicht so recht auftun, obwohl hin und wieder ein blauer Fleck am Himmel erschien.

und auch hier nisten sich überall die Misteln ein.

Überall viele landwirtschaftlich genutze Felder - bei diesem blieben wir stehen und fragten uns, was diese maisähnliche Pflanze sei. Ich habe es erst nach unserer Rückkehr in Erfahrung gebracht. Ich lasse Euch mal raten und schreibe die Lösung weiter unten:




An diesem schönen Weinfass kamen wir auch vorbei.

Dann schlug das Wetter um. Dunkle Wolken kamen vom Westen. Deshalb mussten wir unseren Radlplan ändern und machten kehrt - und kamen gerade mit den ersten Regentropfen bei unserem Appartement an.  War aber gerade mal kurz nach Mittag, und wir wollten den Tag nicht ungenützt zu Ende gehen lassen.

Dann eben mit dem Auto nach Amboise.
Und es hörte auch tatsächlich zu regnen auf. Amboise hat auch ein tolles Schloß - allerdings hatten wir schon zwei Schlösser von innen gesehen, daher beließen wir es mit der Aussenansicht.


Unser Ziel war ein anderes Schloß. Das Château Clos Lucé - noch nie gehört?. Ich vorher auch nicht - aber das ist das Schloß in dem der geniale Maestro Leonardo da Vinci seine letzten Jahre von 1516 - 1519 verbrachte.

....aber vorher wollte ich Euch noch die Auflösung des Getreiderätsels mitteilen.
Das ist Sorghumhirsen

Auf Einladung von Francois I. kam Leonardo 1516 auf dieses Schloß mit drei Bildern -darunter die Mona Lisa - im Gepäck, und wird zum "Ersten Maler, Ingenieur und Architekten des Königs" ernannt.
Das Betreten des Schlosses kostet natürlich Eintritt - aber es lohnt sich - bei den Ausstellungen seiner Arbeitsfszimmer hat man den Eindruck, der Meister sei nur mal kurz nach draussen gegangen. Auch der Park mit vielen Nachbauten seiner Erfindungen würde mehr Zeit in Anspruch nehmen als es unsere bis zur Schliessung der Anlage erlaubte. Vom Château gibt´s natürlich auch eine Wikiseite .

diese enge Treppe führt zur Ausstellung

Il Maestro


nicht Leonardo - das ist Kaiser Maximilian I. - wird Albrecht -Dürer zugeschrieben- wieso der hier hängt konnte ich nicht eruieren


Leonardos Wohn- und Schlafstube







der Maestro vertritt sich nur mal eben die Füße.....
Eine Videoinstallation - allerdings nur auf französisch gibt´s auch- soweit ich es verstanden habe geht´s natürlich um die La Gioconda - so heißt die Mona Lisa im Original.

Allzuviele Bilder hat er nicht gemalt - aber er war ein genialer Denker, Erfinder und Architekt, obwohl  viele seiner Ideen unerfüllt blieben. Für seine Erfingungen fehlte zu jener Zeit einfach noch eine effiziente Kraftquelle.
 die ist natürlich auf vertreten - allerdings nicht im Original
Die Idee eines Hubschraubers:


 die Idee eines Schaufelradschiffes
Auch einen Panzer hat er angedacht:


Ein Automobil
Ein Motorrad
Ein Schleußensystem und ein Mühlwerk. Und noch einiges mehr - neben vielen architektonischen Plänen von einer perfekten Stadt, die allerdings nicht realisiert wurden.


Leider hatten wir für einen ausführlichen Besuch des Gartens Leonardos nicht mehr genug Zeit. Da Vinci hat zwar wenige Gemälde, dafür 10.000 Zeichnungen und Skizzen und 8000 Blätter hinterlassen als er 1519 sein Leben beendete.
Und beendet hatten wir diesen Tag  in einem wirklich guten, feinen kleinen Restaurant in unserem Dorf, das wir uns zu meinem Geburtstagsessen gegönnt hatten. Solltet ihr mal in die Gegend kommen - unbedingt beim Restaurant La Madleine de Proust in Chaumont-sur-Loire reservieren.



Tags darauf hatten wir mit alten Freunden, die sich in Tour niedergelassen haben ausgemacht. Wetter war wieder mal ziemlich mässig, aber wir hatten ein paar sehr feine Stunden. Danach machte Charles noch eine Tour durch Tours mit uns. Einige kennen den Namen aus der Geschichtsstunde. Bei der Schlacht bei Tours und Poitiers soll Karl Matell die muslimischen Araber geschlagen haben. 

Tours hat einige schöne Kirchen und Plätze. Der Place Plumereau z.B. auf dem sich bei schönem Wetter alle treffen.


Angrenzend das dem Vernehmen nach älteste Haus Tours

Und auch hier viel Fachwerkbauten
und nebenbei ziemlich windschief.



Und die Eglises und Cathedrales
Der Tour Charlesmagne war Teil einer großen Kirche, die aber zerstört wurde.

Aber lest selber nach:


St.Martin de Tours - der heilige Martin auf der Spitze


Cathédrale Saint-Gatien
Der erste Grundstein wurde um 340 gelegt...Auch hier wurde in der Französichen Revolution gewütet.



Auch die Notre-Dame-La-Riche hat schon bessere Zeiten erlebt.
Abseits von alten Häusern und Kirchen zeigte uns Charles auch zwei Besonderheiten. Die alte libanesische Zeder -31m hoch, 33m breit, 1804 gepflanzt.

Und der Elefant "Fritz", der restauriert in einer großen Vitrine steht:


Der starb während des Gastspiels seines Zirkus 1902 hier in Tours

Ganz interessant auch die schnurgerade Rue Nationale

die führt über die Loirebrücke
auf der sich
altes



und neues

Fuhrwerk tummeln.

Ein letzer trüber Blick auf die Loire bei Tours


beendet diese Etappe. Schön, daß ihr dabei gewesen seid. Eine habe ich noch, bevor es wieder zurück in die Heimat geht. Eine gute Zeit und alles Liebe

Violetta

wird wieder verlinkt mit:

Mosaik Monday - neu bei Erika